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Welchen Elend sah Shakespeare, als er in London ankam?

William Shakespere wurde 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und zog Ende der 1580er Jahre nach London, um eine Theaterkarriere zu verfolgen. Als Shakespeare ankam, war London eine geschäftige Metropole mit einer Bevölkerung von über 200.000 Menschen. Allerdings war die Stadt immer noch ein sehr unhygienischer und überfüllter Ort. Die Straßen waren eng und oft unbefestigt und voller Müll und Exkremente. Die Luft war durch den Rauch von Kohlenfeuern und den Gestank von verrottendem Fleisch verunreinigt. Das Wasser der Themse war stark verschmutzt und voller Abwässer und eine häufige Krankheitsquelle.

Shakespeares Stücke spiegeln oft das Elend und die Armut wider, die er in London sah. In seinem Stück „Heinrich V.“ beschreibt er die Stadt als „eine Stadt aus Schlamm und Dreck“. In „König Lear“ schreibt er über die „armen Einwohner der Stadt, die täglich die Naturgesetze brechen, um ihrem erbärmlichen Gewerbe nachzugehen.“ Und in „Romeo und Julia“ beschreibt er die Stadt als einen Ort, an dem „jeder seinen Geldbeutel am Hals seines Nachbarn hat“.

Trotz des Elends fand Shakespeare auch Schönheit in London. Er ließ sich vom pulsierenden Leben der Stadt und ihren vielen Kulturen inspirieren. Er schrieb über die Straßenkünstler, Märkte und Theater der Stadt. Und er würdigte die Vielfalt der Stadt, ihre Energie und ihr Potenzial für Größe.

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