Als Julia Romeo zum ersten Mal trifft, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen, ist sich aber auch der sozialen Barrieren bewusst, die zwischen ihnen bestehen. Sie weiß, dass ihre Eltern niemals damit einverstanden wären, dass sie einen Montague heiratet, und sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Romeo und ihrer Pflicht gegenüber ihrer Familie.
Dieser Konflikt spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie Julia sich gegenüber Romeo verhält. Manchmal ist sie leidenschaftlich und ausdrucksstark und gesteht ihm offen ihre Liebe. Zu anderen Zeiten ist sie zurückhaltender und vorsichtiger und ist sich der möglichen Konsequenzen ihrer Beziehung bewusst.
In der Balkonszene beispielsweise wirkt Julia zunächst schüchtern und verspielt und neckt Romeo mit seiner Liebe zu ihr. Je weiter das Gespräch voranschreitet, desto leidenschaftlicher und offener geht sie jedoch mit ihren Gefühlen um. Sie sagt Romeo, dass sie ihn „mehr liebt, als Worte sagen können“ und dass sie bereit ist, alles für ihn aufzugeben, sogar ihr Leben.
Allerdings ist sich Juliet auch der Gefahren bewusst, die ihre Beziehung mit sich bringt. Sie weiß, dass ihre Eltern niemals damit einverstanden wären, dass sie Romeo heiratet, und sie fürchtet die Möglichkeit einer Gewalt zwischen den Montagues und Capulets. Diese Angst spiegelt sich in ihrem zeitweise vorsichtigeren und zurückhaltenderen Verhalten wider.
Als Romeo beispielsweise vorschlägt, zu heiraten, zögert Julia. Sie sagt ihm, dass sie „Angst“ habe und warnt ihn, dass ihre Beziehung tragische Folgen haben könnte. Sie ist auch besorgt darüber, was ihre Eltern sagen werden, wenn sie von ihrer Liebe erfahren, und bittet Romeo, „vorsichtig zu sein“ und ihr „aus dem Weg zu gehen“, bis er wieder von ihr hört.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die sozialen Erwartungen Julias eine wichtige Rolle dabei spielen, wie sie sich gegenüber Romeo verhält. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Romeo und ihrer Pflicht gegenüber ihrer Familie, und dieser Konflikt spiegelt sich in ihrem Verhalten wider. Manchmal ist sie leidenschaftlich und ausdrucksstark, aber manchmal ist sie zurückhaltender und vorsichtiger.