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Ist die Verdammnis bei Dr. Faustus tragisch oder ein Akt der Gerechtigkeit?

Ob die Verdammung des Dr. Faustus in Christopher Marlowes Stück tragisch oder ein Akt der Gerechtigkeit ist, ist eine Frage der Interpretation. Einige betrachten Faustus‘ Schicksal als tragisch, da er letztendlich für seine Hybris und seinen Wunsch nach Wissen über die menschlichen Grenzen hinaus bestraft wird. Andere sehen darin einen Akt der Gerechtigkeit, da Faustus bereitwillig einen Pakt mit dem Teufel schließt und die Konsequenzen seines Handelns tragen muss.

Diejenigen, die die Verdammnis von Faustus als tragisch betrachten, argumentieren, dass er ein komplexer und sympathischer Charakter sei, der letztendlich durch seine eigenen Fehler zunichte gemacht werde. Faustus ist ein brillanter Gelehrter, der von Wissens- und Machtdurst angetrieben wird. Allerdings ist er auch ein stolzer und arroganter Mann, der bereit ist, alles zu tun, um seine Ziele zu erreichen, selbst wenn es bedeutet, seine Seele zu verdammen. In diesem Sinne ist Faustus eine tragische Figur, weil er letztendlich an seinem eigenen Ehrgeiz zugrunde geht.

Andere argumentieren, dass die Verdammung von Faustus ein Akt der Gerechtigkeit sei, weil er sich bereitwillig für einen Pakt mit dem Teufel entschieden habe. Faustus ist sich der damit verbundenen Risiken vollkommen bewusst, aber er sehnt sich so verzweifelt nach Wissen und Macht, dass er bereit ist, das Risiko einzugehen. In diesem Sinne ist die Verdammnis des Faustus eine gerechte Strafe für seine Sünden.

Letztendlich ist die Interpretation der Verdammnis des Faustus als tragisch oder als Akt der Gerechtigkeit eine Frage der persönlichen Meinung. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort, da das Stück auf verschiedene Arten interpretiert werden kann.

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