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Bedeutung der Nebenhandlung in König Lear?

Die Nebenhandlung von Edmunds und Gonerils Verschwörung gegen Gloucester und Lear ist in *König Lear* aus mehreren Gründen wichtig:

- Es stellt einen Kontrast zur Haupthandlung von Lear und seinen Töchtern dar. Lears Töchter sind egoistisch und machthungrig, während Gloucesters Sohn Edmund es noch mehr ist. Edmund ist bereit, seinen eigenen Vater zu verraten, um an die Macht zu gelangen. Dieser Kontrast verdeutlicht den Unterschied zwischen wahrer und falscher Liebe und zeigt, wie leicht Menschen durch den Schein in die Irre geführt werden können.

- Die Nebenhandlung veranschaulicht die Themen Chaos und Ordnung im Stück. Edmunds Taten verursachen Chaos und Unruhe, nicht nur in seiner eigenen Familie, sondern im gesamten Königreich. Diese Störung spiegelt sich in der Natur wider, die ebenfalls von Stürmen und Gewalt heimgesucht wird. Die Nebenhandlung legt nahe, dass es eine tiefe Verbindung zwischen der inneren Welt der menschlichen Gefühle und der äußeren Welt der Natur gibt und dass, wenn das eine gestört ist, auch das andere gestört ist.

- Die Nebenhandlung trägt zum tragischen Ende des Stücks bei. Edmunds Verrat führt zum Untergang Gloucesters und letztendlich zu seinem eigenen. Es entfremdet Regan auch von ihrem Vater, und diese Entfremdung spielt eine Rolle in Lears tragischem Wahnsinn. Die Nebenhandlung zeigt somit, wie die Handlungen einer Person weitreichende Folgen haben können, und unterstreicht die tragische Sinnlosigkeit menschlichen Ehrgeizes und menschlicher Macht.

Kurz gesagt, die Nebenhandlung in König Lear ist wichtig, weil sie einen Kontrast zur Haupthandlung bildet, die Themen Chaos und Ordnung veranschaulicht und zum tragischen Ende des Stücks beiträgt.

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