1. „Ich glaube, ich sehe, wie glücklich wir sein sollten,
Wenn du meinen Mann lieben würdest, liebe meine Mutter ...“ (Akt 3, Szene 5)
- Oberflächlich betrachtet scheint Julia ihre Mutter anzuflehen, Romeo zu akzeptieren. Es deutet jedoch auch auf eine tiefere Ebene der Ironie hin, da Juliet erkennt, dass die Liebe ihrer Eltern zu ihr davon abhängt, dass sie Paris heiratet, was den Konflikt zwischen persönlichen Wünschen und gesellschaftlichen Erwartungen widerspiegelt.
2. „Ich werde dir Romeo in deinem Bett zeigen, mein Herr,
Eines, das du mehr liebst als mich.“ (Akt 3, Szene 5)
– Diese Zeile ist offenbar an ihren Vater, Lord Capulet, gerichtet, als Drohung, seine geheime Liebesbeziehung aufzudecken. Aber es dient auch als subtiler Hinweis auf ihre wahre Liebe zu Romeo, was bedeutet, dass sie Romeo mehr liebt, als ihre Eltern sie lieben.
3. „Sprich nicht, mein Herr; atme nicht, mein Romeo;
Denken Sie nicht, schauen Sie nicht, rühren Sie sich nicht ...“ (3. Akt, 5. Szene)
- Da Julia glaubt, dass Romeo tot ist, kann ihre Bitte an ihn, nicht zu sprechen, zu atmen oder sich zu bewegen, als verzweifelter Wunsch interpretiert werden, dass er im Tod in ihrer Nähe bleiben möchte. Aber es symbolisiert auch ihre innere Unruhe und die Tiefe ihrer Liebe zu Romeo.
Durch die Verwendung solcher Zeilen fügt Shakespeare der Figur Julias Komplexität hinzu und unterstreicht ihre emotionale Belastung und den tragischen Konflikt, mit dem sie zwischen ihrer Liebe zu Romeo und den Erwartungen ihrer Familie und Gesellschaft konfrontiert ist.