Seinen Ruf wahren :Als Pfarrer der puritanischen Gemeinschaft von Salem ist sich Parris der Bedeutung von Reputation und sozialem Ansehen sehr bewusst. Bettys seltsames Verhalten und die sie umgebenden Gerüchte über Hexerei drohen sein Image zu beschädigen und seine Autorität innerhalb der Gemeinschaft zu untergraben. Indem Parris seine Besorgnis zum Ausdruck bringt und Maßnahmen zur „Heilung“ von Betty ergreift, möchte er seinen eigenen Ruf schützen und seine Machtposition behaupten.
Angst vor dem Unbekannten :Die puritanische Gesellschaft von Salem ist zutiefst religiös und das Konzept der Hexerei ist eine ernste und erschreckende Angelegenheit. Parris hat, wie viele andere in der Gemeinde, ernsthafte Angst vor der möglichen Verbreitung von Hexerei und dem Schaden, den sie anrichten kann. Seine Sorge um Betty ist zum Teil auf diese Angst und seinen Wunsch zurückzuführen, seine Familie und die Gemeinschaft vor dem Bösen zu schützen.
Verantwortung vermeiden :Indem er sich auf Bettys Zustand und die Möglichkeit von Hexerei konzentriert, kann Parris die Aufmerksamkeit von seinen eigenen Mängeln als Pfarrer und den umfassenderen Problemen innerhalb der Gemeinde ablenken. Er kann Bettys Leiden externen Kräften zuschreiben, anstatt interne Probleme oder Konflikte anzuerkennen, die möglicherweise zu den Problemen der Gemeinschaft beitragen.
Während Parris‘ Sorge um Betty bis zu einem gewissen Grad echt ist, ist sie auch mit seinem Eigeninteresse und seinem Wunsch, seine Position in der Gemeinschaft zu behaupten, verknüpft. Diese zugrunde liegenden Motive prägen seine Handlungen und Entscheidungen im gesamten ersten Akt und tragen zum eskalierenden Konflikt im Stück bei.