Dr. Paisley ist für ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und ihr Engagement bekannt, doch ihre Welt wird auf den Kopf gestellt, als bei ihr eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird. Während sie mit ihrer eigenen Prognose und dem unvermeidlichen Ende konfrontiert wird, muss sie lebensverändernde Entscheidungen treffen, die ihr Verständnis von Leben, Tod und den Grenzen medizinischer Intervention in Frage stellen.
Der Roman befasst sich auch mit der Beziehung zwischen Dr. Paisley und ihren Patienten. Ein Patient, ein kleiner Junge namens Dominic, wird zum Symbol der Hoffnung und zum Katalysator für Dr. Paisleys persönliche Reise. Anhand von Dominics Geschichte konfrontiert Dr. Paisley die ethischen Herausforderungen der modernen Medizin und ringt mit Fragen zum Streben nach Leben um jeden Preis und zur Rolle von Mitgefühl im Gesundheitswesen.
Während sich Dr. Paisleys Zustand verschlechtert, gerät sie in Konflikt mit ihren Kollegen und Mentoren, die hinsichtlich ihrer Behandlung geteilter Meinung sind. Der Roman untersucht die Spannungen zwischen persönlicher Autonomie und medizinischer Autorität und beleuchtet die Komplexität der Entscheidungsfindung in Krisenzeiten.
Im Laufe der Geschichte geht Morris West tiefer in die Natur der menschlichen Existenz ein und denkt über die Bedeutung des Leidens, die Bedeutung von Beziehungen und den menschlichen Geist angesichts der Sterblichkeit nach. Der Roman gipfelt in einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Kraft der Liebe, Vergebung und Erlösung.
„Prognosis“ ist ein zum Nachdenken anregender und emotional mitreißender Roman, der tiefgreifende Fragen zur medizinischen Ethik, zur persönlichen Entscheidung und zum Wesen von Leben und Tod aufwirft. Es ist eine kraftvolle Erkundung des menschlichen Geistes und ein Beweis für das bleibende Erbe des Geschichtenerzählens von Morris West.