Ein weiteres Beispiel situativer Ironie entsteht, als Reverend John Hale in Salem ankommt, um den Hexereivorwürfen nachzugehen. Zunächst ist Hale davon überzeugt, dass bösartige Kräfte im Spiel sind, und versucht, die Hexen zu identifizieren und zu bestrafen. Doch im Verlauf des Verfahrens kommt er nach und nach an die Wahrheit hinter den Anschuldigungen und wird Zeuge des Leids der Unschuldigen. Diese unerwartete Wendung der Ereignisse zwingt Hale, sich dem unbeabsichtigten Schaden zu stellen, der durch seinen anfänglichen Glauben an die Existenz von Hexerei verursacht wurde.
Darüber hinaus trägt die Figur von Mary Warren auch zur Situationsironie bei. Als ehemalige Dienerin und Komplizin von Abigail wird Mary schließlich reuig und versucht, Abigails Betrug aufzudecken. Ihr Widerruf wird jedoch abgewiesen und ihr wird selbst Hexerei vorgeworfen. Diese unerwartete Umkehr verstärkt das Gefühl der Ungerechtigkeit und verdeutlicht die Komplexität der Unterscheidung zwischen Wahrheit und Unwahrheit inmitten der Massenhysterie.
Diese Beispiele situativer Ironie in „The Crucible“ unterstreichen die Auseinandersetzung des Stücks mit Themen wie Manipulation, Täuschung und der Fragilität der Gerechtigkeit.