1. Schicksal und Hybris: In griechischen Tragödien ging es oft um das Konzept des Schicksals und die Folgen menschlicher Arroganz (Hybris). Charaktere, die sich den Göttern widersetzten oder mit übermäßigem Stolz handelten, wurden oft mit Untergang und Bestrafung konfrontiert.
2. Familienflüche: Viele griechische Tragödien drehten sich um das Konzept von Familienflüchen oder Generationssünden, die die Nachkommen vergangener Verfehlungen heimsuchten. Diese Flüche führten oft zu einer Kette tragischer Ereignisse.
3. Liebe und Leidenschaft: Liebe und leidenschaftliche Wünsche waren häufige Themen in griechischen Tragödien. Diese Emotionen führten oft dazu, dass Charaktere impulsive Entscheidungen trafen, die tragische Folgen hatten.
4. Politische Macht: Tragödien befassten sich häufig mit den Konflikten und Machtkämpfen innerhalb der antiken griechischen Stadtstaaten. Aufstieg, Fall und Korruption politischer Führer waren zentrale Themen.
5. Göttliche Gerechtigkeit: Die Idee der göttlichen Gerechtigkeit spielte in griechischen Tragödien eine bedeutende Rolle. Die Götter galten als Durchsetzer moralischer Gesetze, und ihre Interventionen führten oft zu Gerechtigkeit oder Vergeltung für die Handlungen der Charaktere.
6. Sterblichkeit und menschliche Einschränkungen: Griechische Tragödien untersuchten die Grenzen der menschlichen Existenz und betonten die Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit des menschlichen Lebens.
7. Heroischer Kampf: Viele griechische Tragödien stellten die Kämpfe heldenhafter Individuen gegen überwältigende Kräfte wie das Schicksal, die Götter oder ihre eigenen inneren Fehler dar.
8. Katharsis: Griechische Tragödien zielten darauf ab, beim Publikum emotionale Reaktionen hervorzurufen, insbesondere Mitleid (eleos) und Angst (phobos). Diese emotionale Katharsis galt als reinigende und lehrreiche Erfahrung.
Diese gemeinsamen Themen der griechischen Tragödie spiegelten die kulturellen und religiösen Überzeugungen der antiken griechischen Gesellschaft wider und finden auch heute noch beim Publikum großen Anklang, was die griechische Tragödie zu einer zeitlosen und dauerhaften Kunstform macht.