Das Konzept der vergeltenden Gerechtigkeit hat eine lange Geschichte in Recht und Philosophie und ist in vielen Gesellschaften auch heute noch ein weit verbreiteter Glaube. Allerdings gibt es auch Kritiker der retributiven Gerechtigkeit, die argumentieren, dass dies nicht immer der beste Weg sei, um Gerechtigkeit zu erreichen. Einige argumentieren, dass die Vergeltungsjustiz zu hart sein kann und die individuellen Umstände des Täters nicht berücksichtigt. Andere argumentieren, dass Vergeltungsjustiz bei der Abschreckung von Kriminalität nicht wirksam ist und dass sie die Kriminalität sogar verschlimmern kann.
Trotz dieser Kritik bleibt die Vergeltungsgerechtigkeit ein wichtiges Konzept in Recht und Philosophie und spielt weiterhin eine Rolle bei der Art und Weise, wie Verbrechen bestraft werden. Im Fall von Macbeth wird Macduffs Mord an Macbeth als ein Akt der Vergeltungsjustiz angesehen, da er eine Möglichkeit darstellt, Macbeth für seine Verbrechen zu bestrafen und das Gleichgewicht der natürlichen Ordnung wiederherzustellen.