1. Eingeschränkte Entscheidungsfreiheit:Frauen im Film hatten begrenzte Autonomie und waren den Entscheidungen und der Kontrolle ihrer männlichen Kollegen unterworfen. Julia zum Beispiel hatte in ihrer Ehe wenig Mitspracherecht und von ihr wurde erwartet, dass sie den Wünschen ihrer Familie nachkam, obwohl sie Romeo liebte.
2. Arrangierte Ehen:Frauenehen wurden oft von ihren Familien ohne deren Zustimmung arrangiert. Julia wurde gegen ihren Willen mit Paris verlobt, was den Mangel an persönlichen Wahlmöglichkeiten für Frauen in Liebes- und Ehefragen betonte.
3. Objektivierung:Frauen wurden häufig als Objekte der Schönheit und Begierde angesehen. Julia wurde oft sowohl von Romeo als auch von Paris objektiviert, die ihre Liebe und Bewunderung eher in Bezug auf ihre körperlichen Eigenschaften als auf ihre Persönlichkeit zum Ausdruck brachten.
4. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und der sozialen Interaktion:Die Mobilität von Frauen war eingeschränkt und es wurde von ihnen erwartet, dass sie innerhalb ihrer Häuser oder in der Gesellschaft ihrer männlichen Vormunde blieben. Julia zum Beispiel wurde von der Krankenschwester beaufsichtigt und es war ihr verboten, Romeo ohne die Erlaubnis ihrer Familie zu sehen.
5. Krankenschwester als Vertraute und Vermittlerin:Die Krankenschwester trat als bedeutende weibliche Figur im Film auf, diente Julia als Vertraute und half ihr, ihre verbotene Beziehung mit Romeo zu meistern. Die Rolle der Krankenschwester war jedoch immer noch der patriarchalischen Ordnung unterworfen und sie fungierte in erster Linie als Vermittlerin und nicht als Verfechterin von Julias Unabhängigkeit.
6. Machtdynamik:Frauen wurden oft als Männern untergeordnet positioniert, wobei Julias Vater Capulet und ihr Verehrer Paris die Macht hatten, Entscheidungen über ihr Leben zu treffen. Ihre Meinungen und Befehle hatten mehr Gewicht als Julias Wünsche und Gefühle.
7. Einfluss der patriarchalischen Gesellschaft:Der Film zeigte die patriarchalischen Strukturen und Werte der Zeit, in der Männer Macht- und Einflusspositionen innehatten, während von Frauen erwartet wurde, dass sie unterwürfig, gehorsam und fügsam sind.
8. Mangelnde Kontrolle über ihr Schicksal:Julia und anderen weiblichen Charakteren wurde die Kontrolle über ihr eigenes Schicksal weitgehend verwehrt. Juliets Lebensentscheidungen wurden von ihrer Familie, gesellschaftlichen Normen und den tragischen Ereignissen bestimmt, die sich abspielten und letztendlich zu ihrem vorzeitigen Tod führten.
Insgesamt verdeutlichte der Film „Romeo und Julia“ die begrenzten Möglichkeiten und gesellschaftlichen Erwartungen, die im elisabethanischen Zeitalter an Frauen gestellt wurden. Während es den historischen Kontext des Stücks widerspiegelte, verstärkte es auch die Darstellung von Frauen als Nebenfiguren, die den Launen und Entscheidungen der Männer unterworfen waren.