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Welche Rolle spielte Reverend Paris in den Hexenprozessen in Salem?

Reverend Samuel Parris war Pfarrer der Salem Village Church während der Hexenprozesse in Salem von 1692–1693. Er spielte eine bedeutende und kontroverse Rolle in den Prozessen, die zur Hinrichtung von 19 Menschen und zur Inhaftierung vieler weiterer Menschen führten.

1. Vorwürfe gegen seine Tochter und Nichte:

- Die Tochter von Reverend Parris, Elizabeth „Betty“ Parris, und ihre Nichte Abigail Williams gehörten zu den ersten Anklägern in den Hexenprozessen von Salem. Sie behaupteten, von übernatürlichen Kräften heimgesucht zu werden und beschuldigten mehrere Frauen, darunter Tituba, eine Sklavin aus Barbados, der Hexerei.

2. Ermutigende Anschuldigungen und Aussagen:

- Parris unterstützte die Anschuldigungen der Mädchen aktiv und verschaffte ihnen Unterstützung und Glaubwürdigkeit. Er glaubte, dass der Teufel in Salem anwesend sei und dass diese Anschuldigungen eine Manifestation des Urteils Gottes seien. Er forderte die Mädchen auf, mehr Hexen zu identifizieren und gegen sie auszusagen.

3. Spektraler Beweis:

- Parris förderte die Idee des „Spektralbeweises“, der die Verwendung von Träumen und Visionen als Beweismittel in Gerichtsverfahren ermöglichte. Dieses Konzept stützte die Behauptung der Mädchen, von Spektralformen oder Hexengeistern gequält zu werden.

4. Einfluss auf Richter:

- Parris hatte einen starken Einfluss auf die Richter, die für die Durchführung der Prozesse verantwortlich waren. Er genoss in der Gemeinde hohes Ansehen und galt als religiöse Autorität. Seine Meinungen und Interpretationen der Aussagen der Mädchen hatten erhebliches Gewicht.

5. Kontroverse Predigten:

- Parris hielt mehrere Predigten, die die Ängste und den Aberglauben der Gemeinde schürten. Er bezeichnete Hexen als „Agenten des Teufels“ und warnte vor dem Zorn Gottes über jeden, der die Anschuldigungen in Frage stellte oder den Angeklagten beschützte.

6. Persönliche Motivationen:

- Einige Historiker vermuten, dass Parris persönliche Gründe für die Fortsetzung der Prozesse hatte. Eine Theorie besagt, dass er die Aufmerksamkeit von seinem eigenen kontroversen Predigtstil und den finanziellen Streitigkeiten innerhalb der Gemeinde ablenken wollte.

7. Vorwürfe gegen sich selbst:

- Im weiteren Verlauf der Prozesse wurde Parris wegen seiner Verbindung zu den betroffenen Mädchen der Hexerei beschuldigt. Es gelang ihm jedoch, seine Position und seinen Einfluss während der gesamten Prozesse zu behaupten.

8. Nachwirkungen und Kritik:

- Nach den Gerichtsverfahren wurde Parris für seine Rolle im Verfahren kritisiert. Viele beschuldigten ihn, die Situation auszunutzen und zur Hysterie beizutragen, die Salem erfasste. Sein Ruf litt darunter und er trat schließlich 1696 von seinem Amt zurück.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Reverend Samuel Parris eine zentrale Rolle in den Hexenprozessen von Salem als einflussreiche Persönlichkeit spielte, die Anschuldigungen förderte, geisterhafte Beweise unterstützte und den Verlauf der Prozesse durch seine Predigten und seinen Einfluss auf die Richter prägte. Seine Handlungen und Motivationen waren Gegenstand historischer Untersuchungen und Debatten.

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