So beeinflussen sie Macbeth:
* Sie präsentieren Prophezeiungen: Die Hexen sagen Macbeth, dass er Than von Cawdor und dann König werden wird. Obwohl diese Prophezeiungen günstig zu sein scheinen, wecken sie in Macbeth Ehrgeiz und den Wunsch nach Macht. Er hat bereits den Samen des Ehrgeizes in sich und die Worte der Hexen wirken als Katalysator.
* Sie schüren seine Paranoia: Die Hexen sagen auch voraus, dass Banquos Nachkommen Könige sein werden, was Macbeths Angst und Paranoia schürt. Diese Paranoia führt dazu, dass er weitere Gewalttaten begeht, darunter die Ermordung von Banquo.
* Sie erzeugen ein Gefühl der Unvermeidlichkeit: Indem sie andeuten, dass Macbeths Schicksal bereits festgelegt sei, gaukeln die Hexen ihm vor, er habe keine andere Wahl, als ihren Prophezeiungen Folge zu leisten. Dadurch wird ein Teil der moralischen Last aus seinen Handlungen genommen.
Wichtiger Hinweis: Macbeth ist letztendlich für seine Entscheidungen verantwortlich. Er ist derjenige, der beschließt, den Prophezeiungen der Hexen Folge zu leisten, und er begeht die Morde an Duncan und Banquo aus freien Stücken.
Die Hexen spielen daher eine komplexe und einflussreiche Rolle in Macbeths Geschichte. Sie wirken als Auslöser für seine bereits bestehenden Wünsche, schüren seine Ängste und Paranoia und erzeugen ein Gefühl der Unvermeidlichkeit, das es ihm ermöglicht, seine Handlungen zu rechtfertigen. Allerdings veranlassen sie ihn nicht direkt zum Mord, und die letztendliche Verantwortung für seine Verbrechen liegt bei Macbeth selbst.