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Was bedeutet der Ausdruck „Auge für eine Bedeutung“ in Bezug auf die Gesetze des Hammurabis-Codes?

Der Ausdruck „Auge um Auge“ ist ein Grundsatz der Gerechtigkeit, der im Kodex von Hammurabi, einem der frühesten bekannten Rechtskodizes, vorkommt. Es wird angenommen, dass es um 1750 v. Chr. im antiken Mesopotamien entstanden ist. Der Grundsatz besagt, dass die Strafe für ein Verbrechen dem durch dieses Verbrechen verursachten Schaden entsprechen sollte. Wenn zum Beispiel jemand eine andere Person blind macht, wird diese Person wiederum geblendet.

Das Prinzip „Auge um Auge“ wird oft als harte und barbarische Form der Gerechtigkeit angesehen, in der Antike galt es jedoch tatsächlich als faire und gerechte Möglichkeit, mit Kriminalität umzugehen. Man glaubte, dass dieses Prinzip Menschen davon abhalten würde, Verbrechen zu begehen, da sie wussten, dass die Strafe hart sein würde. Darüber hinaus wurde darin eine Möglichkeit gesehen, sicherzustellen, dass das Opfer einer Straftat Gerechtigkeit und Entschädigung für seine Verletzungen erhält.

Allerdings wird das Prinzip „Auge um Auge“ nicht immer wörtlich angewendet. In einigen Fällen kann es milder ausgelegt werden, beispielsweise im Fall einer Person, die versehentlich eine andere Person tötet. In diesem Fall kann von der Person anstelle der Hinrichtung eine Entschädigung an die Familie des Opfers verlangt werden.

Insgesamt ist das Prinzip „Auge um Auge“ ein wesentlicher Bestandteil des alten Rechtskodex von Hammurabi. Es spiegelt die Werte und Überzeugungen der Menschen im alten Mesopotamien wider und kann als frühes Beispiel für das Konzept von Gerechtigkeit und Fairness angesehen werden.

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