1. Historischer und kultureller Kontext :Shakespeares Dramen und Sonette wurden im elisabethanischen und jakobinischen Zeitalter (spätes 16. und frühes 17. Jahrhundert) geschrieben. Der historische, kulturelle und soziale Kontext dieser Zeit, einschließlich Glauben, Bräuche, Politik und Sprache, beeinflusst maßgeblich die Bedeutung und Interpretation seiner Werke. Das Wissen um diese Zusammenhänge hilft den Lesern, die Handlungen, Motivationen und Absichten des Dramatikers besser zu verstehen.
2. Sprache und Wortschatz :Shakespeares Stücke sind in frühneuzeitlichem Englisch verfasst, das sich in Wortschatz, Grammatik und Syntax erheblich vom zeitgenössischen Englisch unterscheidet. Viele Wörter und Phrasen in seinen Werken haben andere Bedeutungen oder Konnotationen als heute. Das Verständnis des Kontexts der Ära hilft den Lesern, den Reichtum von Shakespeares Sprache zu entschlüsseln und zu schätzen.
3. Anspielungen und Referenzen :Shakespeare verwendet häufig Anspielungen auf klassische Mythologie, Geschichte, Literatur und religiöse Texte. Das Erkennen dieser Bezüge erfordert Vertrautheit mit dem Kontext und Hintergrundwissen, da sie dem Stück oder Sonett oft Tiefe und Bedeutung verleihen.
4. Sozialer und politischer Kommentar :Shakespeares Werke enthalten oft soziale und politische Kommentare, die für seine Zeit relevant sind. Sie spiegeln die Sorgen, Kontroversen und Machtkämpfe der elisabethanischen und jakobinischen Ära wider. Das Erfassen des historischen Kontexts verbessert das Verständnis der Leser für die zugrunde liegenden Botschaften und Kritikpunkte, die Shakespeare in seinen Stücken vermittelt.
5. Charakterentwicklung und Motivationen :Das Verstehen des Kontexts hilft den Lesern, die Handlungen, Reaktionen und Motivationen der Charaktere zu analysieren und zu verstehen. Die sozialen, kulturellen und historischen Normen der Zeit prägen das Verhalten und die Entscheidungsprozesse der Charaktere.
6. Dramatische Struktur und Konventionen :Shakespeares Stücke folgen spezifischen Konventionen und Strukturen, die im elisabethanischen und jakobinischen Theater üblich sind. Das Verständnis dieser Konventionen wie Selbstgespräche, Nebenbemerkungen und die Verwendung von Regieanweisungen hilft bei der Interpretation der Absichten des Dramatikers und der dramatischen Gesamtwirkung.
7. Würdigung künstlerischer Verdienste :Durch das Erkennen des historischen und kulturellen Kontexts von Shakespeares Werken können Leser ihre künstlerische Bedeutung und die von ihm verwendeten literarischen Techniken besser einschätzen. Das kontextbezogene Verständnis bereichert das Leseerlebnis und ermöglicht eine tiefere Auseinandersetzung mit Shakespeares Kreativität und Genie.