1. Heldentum und Mut: Das Gedicht verherrlicht die Heldentaten und den Mut von Beowulf, während er monströsen Gegnern gegenübersteht. Es betont die Bedeutung von Mut, Selbstlosigkeit und der Bereitschaft, sein Leben für das Wohl der Allgemeinheit zu riskieren.
2. Loyalität und Ehre: Beowulf ist ein Beispiel für Loyalität gegenüber seinem König Hrothgar und seinem eigenen Volk, den Geats. Er hält sich an den Ehrenkodex, hält seine Versprechen und beweist unerschütterliche Integrität.
3. Kraft und körperliche Leistungsfähigkeit: Beowulfs außergewöhnliche körperliche Stärke und Kampffähigkeiten werden im gesamten Gedicht gewürdigt. Körperliche Stärke wird als Tugend angesehen, die es Beowulf ermöglicht, scheinbar unmögliche Herausforderungen zu meistern.
4. Großzügigkeit und Gastfreundschaft: Die Charaktere in Beowulf zeigen großzügiges und gastfreundliches Verhalten und bieten Gästen und Fremden Unterkunft, Essen und Freundschaft. Gastfreundschaft gilt in der Welt des Gedichts als eine entscheidende Tugend.
5. Schicksal und Bestimmung: Beowulf spiegelt den angelsächsischen Glauben an die Unvermeidlichkeit des Schicksals und die Pflicht des Einzelnen wider, sein Schicksal mutig anzunehmen. Die Charaktere stellen sich ihrem Schicksal direkt und erfüllen ihre von den Göttern festgelegten Rollen.
Wie das Gedicht diese Werte fördert:
1. Heldentaten und Schlachten: Beowulfs Kämpfe mit Grendel, seiner Mutter und dem Drachen zeigen seinen unerschütterlichen Mut und seinen unbezwingbaren Geist. Diese Konfrontationen unterstreichen die Bedeutung von Mut und den Triumph des Guten über das Böse.
2. Loyalität am Hofe von Hrothgar: Beowulfs Loyalität gegenüber Hrothgar und seine Unterstützung der Dänen gegen Grendel zeigen den Wert von Loyalität und Freundschaft zwischen Kriegern und ihren Anführern.
3. Körperliche Leistungsfähigkeit im Kampf: Beowulfs körperliche Leistungsfähigkeit ist entscheidend für seine erfolgreichen Kämpfe. Der Dichter beschreibt detailliert die übermenschliche Kraft und die geschickten Kampftechniken des Helden und lobt die Werte körperlicher Exzellenz und Kampfkraft.
4. Großzügige Feste und Feiern: Das Gedicht beschreibt üppige Feste und Feiern in Hrothgars Halle und Beowulfs Königreich. Diese Szenen unterstreichen die Bedeutung von Großzügigkeit und gemeinschaftlicher Lebensfreude.
5. Anerkennung des Schicksals: Das Gedicht erkennt die Rolle des Schicksals und der Vorsehung im Leben seiner Charaktere an. Beowulf akzeptiert sein Schicksal und stellt sich seinen Herausforderungen mutig und demonstriert damit, dass er sein Schicksal als tugendhafte Tat akzeptiert.
Durch die Darstellung dieser Werte durch seine Charaktere und Erzählungen dient Beowulf als moralischer Leitfaden und kultureller Prüfstein und wahrt die Ideale und moralischen Tugenden, die in der angelsächsischen Gesellschaft als wesentlich erachtet werden.