Das Gedicht ist in sechs Strophen geschrieben, die jeweils aus vier Zeilen bestehen. Das Reimschema ist ABAB, was im gesamten Gedicht ein Gefühl der Einheit und des Zusammenhalts schafft. Die erste Strophe stellt den Schauplatz und den Ton des Gedichts vor:
**Halten Sie alle Uhren an, schalten Sie das Telefon ab,
Verhindern Sie, dass der Hund mit einem saftigen Knochen bellt.
Bringen Sie die Klaviere und die gedämpfte Trommel zum Schweigen
Bringt den Sarg heraus, lasst die Trauernden kommen.**
Der Redner erzeugt sofort ein Gefühl der Dringlichkeit und Feierlichkeit, indem er darum bittet, alles zu stoppen oder zum Schweigen zu bringen. Der Trauerzug beginnt gleich und die Gemeinde bereitet sich darauf vor, ihren Respekt zu erweisen. Die zweite Strophe beschreibt die Trauernden, die schwarz gekleidet sind und langsam hinter dem Sarg hergehen:
**Lassen Sie Flugzeuge stöhnend über uns kreisen
Die Nachricht „Er ist tot“ in den Himmel kritzeln,
Legen Sie Kreppschleifen um die weißen Hälse der öffentlichen Tauben.
Lassen Sie die Verkehrspolizisten schwarze Baumwollhandschuhe tragen.**
Der Sprecher verwendet Übertreibungen und Bilder, um das Ausmaß der Trauer zu vermitteln. Die Flugzeuge kreisen und ächzen über ihnen, als würden sie den Verlust betrauern. Die Tauben tragen schwarze Schleifen und sogar die Verkehrspolizisten tragen schwarze Handschuhe. Die gesamte Gemeinschaft ist von diesem Tod betroffen und der Redner ruft zu einem kollektiven Ausdruck der Trauer auf.
Die dritte Strophe konzentriert sich auf den Sarg, der von sechs Sargträgern getragen wird:
**Er war mein Norden, mein Süden, mein Osten und Westen,
Meine Arbeitswoche und meine Sonntagsruhe,
Mein Mittag, meine Mitternacht, mein Gespräch, mein Lied;
Ich dachte, dass die Liebe ewig dauern würde:Ich habe mich geirrt.**
Der Sprecher beschreibt die verstorbene Person als ihr Ein und Alles. Sie waren ihr Kompass, ihre Trostquelle und ihre Inspiration. Der Sprecher erkennt jetzt, dass die Liebe nicht ewig ist, und er ist durch den Verlust am Boden zerstört.
Die vierte Strophe ist eine eindringliche Anklage gegen den Tod, der als grausame und unerbittliche Macht verkörpert wird:
**Die Sterne sind jetzt unerwünscht:Lösche alle;
Packen Sie den Mond ein und bauen Sie die Sonne ab.
Schütte das Meer weg und fege das Holz zusammen;
Denn aus nichts kann jemals etwas Gutes werden.**
Der Sprecher ist so von Trauer überwältigt, dass er alles Licht und alles Schöne in der Welt auslöschen möchte. Sie haben das Gefühl, dass nichts mehr wichtig ist und dass das Leben ohne die Person, die sie verloren haben, keinen Sinn mehr hat.
Die fünfte Strophe ist ein Appell an den Verstorbenen, zurückzukehren, wenn auch nur für einen Moment:
**Er wird wie ein Bräutigam zu seiner Braut kommen,
Er wird kommen, wie der Bräutigam zu seiner Braut kommt;
Er wird wie ein Bräutigam zu seiner Braut kommen
Wenn der Vorabend lang und die Nacht weit ist.**
Der Sprecher sehnt sich nach der Rückkehr des geliebten Menschen, auch wenn es nur für einen kurzen Moment ist. Sie stellen sich die verstorbene Person als einen Bräutigam vor, der in der Nacht zu ihnen kommt. Diese Strophe bietet einen Hoffnungsschimmer inmitten der Dunkelheit der Trauer.
Die sechste und letzte Strophe beendet das Gedicht mit einer kraftvollen Liebeserklärung:
**Wir müssen einander lieben oder sterben.
Wir müssen einander lieben oder sterben.**
Der Sprecher beendet das Gedicht mit einer einfachen, aber tiefgründigen Botschaft:dass Liebe das Einzige ist, was uns aus der Dunkelheit von Trauer und Tod retten kann. Wir müssen einander lieben, sonst werden wir mit Sicherheit zugrunde gehen.
„Funeral Blues“ ist ein kraftvolles und bewegendes Gedicht, das die Essenz von Trauer und Verlust einfängt. Audens Verwendung von Bildern, Übertreibungen und Personifizierungen schafft ein lebendiges und unvergessliches Bild eines Trauerzuges in Harlem. Das Gedicht erinnert an die Zerbrechlichkeit des Lebens und die Bedeutung der Liebe.