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Wieso war Lady Macbeth eine hinterhältige Frau?

Lady Macbeth ist eine komplexe und faszinierende Figur in William Shakespeares Stück „Macbeth“. Sie wird im Stück nicht ausdrücklich als „hinterhältig“ beschrieben, aber es gibt bestimmte Aspekte ihres Charakters und ihrer Handlungen, die als hinterhältig oder manipulativ interpretiert werden könnten. Hier ein paar Beispiele:

1. Macbeth zum Mord überreden: Lady Macbeth spielt eine entscheidende Rolle dabei, Macbeth davon zu überzeugen, den Mord an König Duncan zu begehen. Sie nutzt ihre listigen und überzeugenden Fähigkeiten, um Macbeths Gefühle und Wünsche zu manipulieren und so seine moralischen Vorbehalte nach und nach zu untergraben. Sie setzt Schmeicheleien, Schuldgefühle und emotionale Erpressung ein, um ihn zur Tat zu drängen, und demonstriert so ihre manipulative Natur.

2. Unschuld vortäuschen: Nach der Ermordung von König Duncan zeigt Lady Macbeth vor den anderen Gästen ein scheinbar unschuldiges und gefasstes Auftreten. Es gelingt ihr, den Verdacht abzuwehren und so zu tun, als wäre nichts Ungewöhnliches passiert. Diese Vortäuschung kann als eine Form der Hinterlist angesehen werden, da sie ihre wahre Beteiligung und Schuld vor ihren Mitmenschen verheimlicht.

3. Das Erscheinungsbild manipulieren: Lady Macbeth kümmert sich um die Folgen des Mordes und plant akribisch, ihre Spuren zu verwischen. Sie weist Macbeth an, das Blut von seinen Händen zu waschen und legt die Dolche wieder auf die schlafenden Kammerdiener. Diese Aktionen erfordern ein gewisses Maß an Hinterhältigkeit und Gerissenheit, um sicherzustellen, dass ihr Verbrechen unentdeckt bleibt.

4. Ihre Gefühle verbergen: Lady Macbeth ist in der Lage, trotz der Schuldgefühle und des Aufruhrs, die sie nach dem Mord erlebt, eine gelassene und königliche Fassade zu bewahren. Sie unterdrückt ihre wahren Gefühle und präsentiert der Welt eine falsche Fassade, die als eine Form von Hinterlist oder Betrug angesehen werden könnte.

5. Macbeths Schwachstellen ausnutzen: Lady Macbeth nutzt Macbeths Schwächen und Unsicherheiten aus, um seine Entscheidungen zu kontrollieren und zu beeinflussen. Sie macht sich seinen Ehrgeiz und sein Verlangen nach Macht zunutze und nutzt ihr Wissen um seine Schwachstellen, um ihn dazu zu manipulieren, ihren Wünschen Folge zu leisten. Diese strategische Manipulation könnte als hinterhältiges Verhalten angesehen werden.

Während „hinterhältig“ vielleicht nicht das primäre Adjektiv ist, mit dem Lady Macbeth beschrieben wird, weist ihr Charakter durchaus Elemente von List, Manipulation und Täuschung auf, die mit dem Konzept der Hinterhältigkeit übereinstimmen. Ihre Rolle bei der Beeinflussung von Macbeths Handlungen und beim Verbergen ihrer wahren Gefühle trägt zur Komplexität und Intrige bei, die ihre Figur im Stück umgibt.

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