1. Festlegung der Umgebung und des sozialen Kontexts :
Indem er das Stück mit einer Szene mit einfachen Bürgern eröffnet, bereitet Shakespeare die Bühne für den bevorstehenden Konflikt und bietet Einblick in den sozialen Kontext des antiken Roms. Die Anwesenheit des Schusters und anderer Bürger begründet die plebejische Perspektive und verdeutlicht die Klassenunterschiede und Spannungen, die in der Stadt bestehen.
2. Ein Gefühl der Unmittelbarkeit schaffen :
Der Beginn des Stücks mit einer realistischen Darstellung des Alltagslebens zieht den Zuschauer von Anfang an in die Geschichte hinein. Die Szene vermittelt ein unmittelbares Gefühl von Zeit und Ort und macht die Szene für das Publikum nachvollziehbarer und eindringlicher.
3. Einführung in Themen und Vorahnung :
Durch die Interaktionen des Schusters und anderer Bürger stellt Shakespeare mehrere wichtige Themen vor, die im Laufe des Stücks untersucht werden. Dazu gehören der Kontrast zwischen den Sorgen des einfachen Volkes und den politischen Ambitionen der Elite, die Rolle von Schicksal und Prophezeiung sowie die Machtdynamik innerhalb der Gesellschaft.
4. Den Charakter des einfachen Volkes bestimmen :
Die Eröffnungsszene bietet dem Publikum die Möglichkeit, einige der einfachen Leute kennenzulernen, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen. Diese Charaktere kommentieren oft die Handlungen der Mächtigen und bieten Einblicke in ihre Beweggründe.
5. Den Ton für das Stück festlegen :
Der Ton der Eröffnungsszene bereitet die Bühne für den Rest des Stücks. Es deutet auf die politischen Intrigen, Konflikte und Tragödien hin, die sich entfalten werden, bietet aber auch Momente voller Humor und Leichtigkeit.
Insgesamt war Shakespeares Entscheidung, „Julius Caesar“ mit einer Szene mit dem Schuster und anderen Bürgern zu eröffnen, eine strategische Entscheidung, die dazu beitrug, den Schauplatz, den sozialen Kontext, die Themen und den Ton des Stücks festzulegen und gleichzeitig das Publikum von Anfang an zu fesseln.