Lady Macbeth:
- Schuldgefühle und geistiger Verfall: Lady Macbeth wird nach dem Mord an Duncan von Schuldgefühlen verzehrt und beginnt Albträume und Halluzinationen zu erleben. Ihr geistiger Zustand verschlechtert sich, was zu Schlafwandeln und schließlich zum Wahnsinn führt.
- Isolierung: Sie isoliert sich von ihrem Ehemann Macbeth, da dieser mit seinen eigenen Schuldgefühlen und seinem Ehrgeiz kämpft. Sie muss allein mit den Folgen ihres Handelns klarkommen.
- Verlust der Menschlichkeit: Lady Macbeth verliert ihren Sinn für Moral und Menschlichkeit, während sie im Streben nach Macht immer rücksichtsloser wird. Dieser Verlust belastet ihr emotionales Wohlbefinden erheblich.
- Selbstmord: Am Ende begeht Lady Macbeth Selbstmord, da sie die Last ihrer Schuld und ihres Leidens nicht länger ertragen kann.
Macbeth:
- Schuldgefühle und Paranoia: Macbeth wird nach der Ermordung von Duncan von Schuldgefühlen und Paranoia geplagt. Er erlebt Halluzinationen, etwa den Anblick von Banquos Geist, und hat Angst, für seine Verbrechen entlarvt oder bestraft zu werden.
- Schlafverlust und körperliche Gesundheit: Macbeth leidet unter Schlaflosigkeit und einer sich verschlechternden körperlichen Gesundheit aufgrund des psychischen Stresses und der Schuldgefühle, die er erlebt.
- Vertrauens- und Verbindungsverlust: Macbeth wird isoliert und misstrauisch gegenüber seinen Mitmenschen, aus Angst vor Verrat und Vergeltung. Er verliert das Vertrauen und den Respekt seiner Freunde und Untertanen.
- Tragisches Ende: Macbeth erlebt ein tragisches Ende, als er von Macduff besiegt und getötet wird. Sein Untergang ist eine direkte Folge seiner Taten und des Leids, das er verursacht hat.
Während beide Charaktere im Laufe des Stücks sehr leiden, ist Lady Macbeths Leiden hauptsächlich innerer und psychologischer Natur und manifestiert sich in ihren Schuldgefühlen und ihrem geistigen Verfall. Macbeth hingegen erfährt äußere Folgen wie den Verlust von Vertrauen, Schlaf und letztendlich auch sein Leben. Letztendlich mag das Publikum das Ausmaß ihres Leidens unterschiedlich interpretieren, aber beide Charaktere erleiden aufgrund ihrer Handlungen erhebliche emotionale, psychische und physische Schmerzen.