Das Gedicht beginnt mit einer Reihe kraftvoller, rhythmischer Zeilen, die die Energie und Vitalität Chicagos einfangen:„Hog Butcher for the World, / Tool Maker, Stacker of Wheat, / Player with Railroads and the Nation's Freight Handler; / Stormy, husky, Schlägerei, / Stadt der großen Schultern. Diese Zeilen zeichnen das Bild einer Stadt, in der ständig reges Treiben herrscht, ein Ort, an dem die Industrie floriert und der Handel ungehindert fließt.
Das Gedicht enthält jedoch auch düsterere und kritischere Untertöne. Der Sprecher beschreibt Chicago als „eine grausame Stadt, / rau, brutal, / eine Stadt, die weiß, wie man Geld verdient / und wie man es ausgibt.“ Diese Zeilen deuten darauf hin, dass das Streben der Stadt nach Fortschritt und Wohlstand mit Kosten verbunden ist und zu sozialen und ökologischen Problemen führt.
Das Gedicht spielt auch auf den Ruf der Stadt für politische Korruption und Gewalt an. Der Redner erwähnt „die bewaffneten Männer, die töten und wieder freikommen, um erneut zu töten“ und den „Abschaum vom Rest der Welt, die ungewaschenen Horden“. Diese Zeilen deuten darauf hin, dass die Stadt von Kriminalität und sozialen Unruhen geplagt wird und dass die mächtigen Eliten oft in der Lage sind, der Justiz zu entgehen.
Trotz dieser kritischen Untertöne vermittelt das Gedicht letztendlich ein Gefühl der Ehrfurcht und Bewunderung für Chicago. Der Sprecher beschreibt die Stadt als „ein Gespött für einige / ein Gedicht für andere, / ein Lied“. Dies deutet darauf hin, dass die Widersprüche und Komplexitäten der Stadt sie zu einem faszinierenden und fesselnden Thema machen, das sowohl Lob als auch Kritik hervorrufen kann.
Insgesamt kann der Ton von „Chicago“ als komplex und vielschichtig beschrieben werden, da er die differenzierten und widersprüchlichen Gefühle des Sprechers gegenüber der Stadt widerspiegelt. Das Gedicht feiert Chicagos Energie, Vitalität und Wirtschaftskraft, erkennt aber auch seine sozialen Probleme und dunkleren Aspekte an.