Wurde das Ende von Theaterstücken oft durch ein gereimtes Reimpaar angezeigt?
Ja. Im frühneuzeitlichen englischen Drama wurde das Ende eines Stücks oft durch einen von der Hauptfigur oder dem Chor gesprochenen gereimten Reim angezeigt, der einen abschließenden Gedanken oder eine abschließende Maxime lieferte, die als „Sententia“ bekannt ist. Dieses literarische Mittel trug dazu bei, die Auflösung des Stücks zu signalisieren und diente als poetischer Schnörkel bei Vorhangaufrufen und Epilogen.