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Welche Erwartungen wurden an Töchter in Shakespeare gestellt?

Zu Shakespeares Zeiten (16.–17. Jahrhundert) hatten gesellschaftliche Normen, Erwartungen und Geschlechterrollen großen Einfluss auf das Leben und die Erfahrungen von Töchtern in England. Hier sind einige der wichtigsten Erwartungen und Normen an Töchter in dieser Zeit:

1. Gehorsam:Von Töchtern wurde erwartet, dass sie ihren Vätern, Erziehungsberechtigten und Ehemännern gehorsam und unterwürfig waren. Dieser Gehorsam erstreckte sich auf alle Aspekte ihres Lebens, einschließlich ihrer Entscheidungen in Bezug auf Ehe, Bildung und Karriere.

2. Haushaltsführung:Von Töchtern wurde oft erwartet, dass sie schon in jungen Jahren Haushaltsaufgaben übernehmen. Dazu gehörten Aufgaben wie Kochen, Putzen, Nähen und Kinderbetreuung. Von ihnen wurde erwartet, dass sie sich mit häuslichen Aufgaben auskennen, um in Zukunft geeignete Ehefrauen und Haushaltsverwalter zu werden.

3. Heirat:Die Heirat galt als oberstes Ziel für Töchter, da sie finanzielle Sicherheit und sozialen Status gewährleistete. Töchter wurden oft in jungen Jahren, manchmal sogar im frühen Teenageralter, an Männer verheiratet, die von ihren Familien ausgewählt wurden. Vereinbarungen wurden oft ohne ihre Zustimmung oder ihr Zutun getroffen.

4. Bescheidenheit und Keuschheit:Von Töchtern wurde erwartet, dass sie strenge moralische Standards einhalten, insbesondere im Hinblick auf ihr sexuelles Verhalten. Bescheidenheit, Keuschheit und Jungfräulichkeit hatten einen hohen Stellenwert, da der Ruf der Frau eng mit der Ehre ihrer Familie verbunden war.

5. Begrenzte Bildung:Während einige Töchter aus adligen oder wohlhabenden Familien eine Ausbildung in Lesen, Schreiben und anderen Fächern erhielten, hatte die Mehrheit nur begrenzten Zugang zu formaler Bildung. Ein hohes Bildungsniveau wurde für Frauen nicht als unbedingt erforderlich angesehen, da sich ihre Aufgaben hauptsächlich auf häusliche Pflichten und die Ehe beschränkten.

6. Den Männern untergeordnet:Töchter galten als den Männern untergeordnet, sowohl rechtlich als auch sozial. Sie hatten begrenzte Rechte, konnten kein Eigentum im eigenen Namen besitzen und standen unter der rechtlichen Kontrolle ihrer Väter oder Ehemänner.

7. Arrangierte Ehen:Töchter hatten oft wenig Mitspracherecht bei der Wahl ihrer Ehemänner. Ehen wurden von Familien häufig auf der Grundlage des sozialen Status, von Bündnissen oder finanziellen Erwägungen arrangiert und nicht auf der Grundlage von Liebe oder Vereinbarkeit.

8. Rollen der Mutterschaft:Nach der Heirat wurde von den Töchtern erwartet, dass sie ihre Rolle als Mütter erfüllen und ihre Kinder großziehen. Kinder zu gebären galt als vorrangige Pflicht und Quelle der Erfüllung für Frauen.

9. Mangelnde Unabhängigkeit:Von Töchtern wurde erwartet, dass sie finanziell von ihren Vätern oder Ehemännern abhängig seien und es ihnen an rechtlicher und finanzieller Autonomie fehle. Sie hatten über ihre häuslichen Pflichten hinaus nur begrenzte Möglichkeiten zur persönlichen Verwirklichung oder zur beruflichen Verfolgung.

10. Soziale Erwartungen:Von Töchtern wurde erwartet, dass sie sich an die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen an Frauen halten, einschließlich ihrer erwarteten Rollen in der Ehe, der Haushaltsführung und der Wahrung des Rufs ihrer Familien.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Töchter die gleiche Behandlung erfuhren und dass es je nach sozialer Klasse, Vermögen und individuellen Umständen unterschiedliche Erwartungen und Chancen gab. Die allgemeinen gesellschaftlichen Normen zu Shakespeares Zeiten führten jedoch zu erheblichen Einschränkungen und Beschränkungen für das Leben von Töchtern.

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