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Was ist der Sinn von Hamlets langer Rede?

In „Sein oder Nichtsein:Das ist die Frage“ denkt Hamlet über die Natur der Existenz nach. Er wägt die Vor- und Nachteile des Sterbens ab, fragt sich dann aber, warum sich jemand dafür entscheiden sollte, den Schmerz und die Ungerechtigkeit des Lebens zu ertragen, wenn er doch so leicht „mit bloßem Dolch“ seinem Leben ein Ende setzen könnte.

Hier stellt er die Sterblichkeit, die existenzielle Wahl und die Selbstbestimmung in Frage, gelangt jedoch nicht zu einer endgültigen Lösung oder verleiht der eigenen Existenz einen endgültigen Sinn – am Ende scheint er lediglich resigniert zu sein; „So macht das Gewissen uns alle zu Feiglingen/Und so wird der natürliche Farbton der Entschlossenheit/wird mit dem blassen Schimmer des Denkens krank gemacht/und Unternehmungen von großer Tiefe und Tragweite/in dieser Hinsicht geraten ihre Strömungen in die Irre/und verlieren die Name der Aktion“ (67-73). Sein letztes Gefühl hier scheint nicht das der Ermächtigung („Und verliere den Namen des Handelns“), sondern des Verzichts auf Untätigkeit zu sein.

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